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Interview mit Dieter Brink, Stationvoice von radio SAW


Dieter Brink
Dieter Brink, Stationvoice von radio SAW

Frage:
Lieber Dieter, Du bist die sogenannte „Station-Voice“ von „radio SAW“ - was macht denn eine „Station-Voice“ genau?

Dieter Brink, Stationvoice von radio SAW
Gute Frage: was macht eine „Station Voice“ beziehungsweise was ist eine „Station Voice“ überhaupt: Die „Station-Voice“ ist ein wesentliches Erkennungsmerkmal eines Radiosenders oder aber auch eines TV-Senders. Solche typischen „Erkennungsmerkmale“ begegnen uns täglich - sowohl hörbar als auch sichtbar.

Fast jeder kennt wohl das markante „T“ mit den Rechtecken in der Farbe Pink, oder nehmen wir den gelben Hintergrund mit dem roten vierblättrigen Kleeblatt drauf, also das grafische Logo der Lotto-Gesellschaften in den einzelnen Bundesländern.

Ein weiteres Beispiel ist der „Melitta-Mann“ aus der TV-Werbung der 90er mit seiner sehr eigenen Stimme und eigenen Art zu sprechen – der Beispiele gäbe es also viele...

Allen diesen Erkennungsmerkmalen gemeinsam ist, dass sie in Bruchteilen von Sekunden beim Betrachter oder Hörer eine bestimmte Vorstellung hervorrufen und so eine direkte Verbindung zu einer Marke oder einem Produkt herstellen.

Was bei der „Telekom“ die Farbe „pink“ beziehungsweise „margenta“ ist, das ist bei einem Radiosender die Klangfarbe der, nennen wir es „Haupt-Stimme“, eben der „Station-Voice“.

 

Frage:
Seit wann bist Du eigentlich die Stimme von „radio SAW“?

Dieter Brink, Stationvoice von radio SAW
Man kann es kaum glauben: aber für „radio SAW“ spreche ich als Station-Voice seit 2002; ich bin also quasi mit „radio SAW“ groß geworden, wie Ihr selbst und viele Eurer Hörer eben auch ...

 

Frage:
Warum ist es für einen Radiosender so wichtig, möglichst über eine lange Zeit vertraute Stimmen für die Verpackung einzusetzen?

Dieter Brink, Stationvoice von radio SAW
Wie ich vorhin schon gesagt habe, erkennen die Hörer „radio SAW“ an meiner Stimme, also am Klang der Stimme aber auch der Art diese einzusetzen; das trifft natürlich auch auf die Stimmen der Moderatoren zu, nehmen wir da zum Beispiel die MUCKEFUCKs Holger, Nadine und Frank. Allerdings sind die MUCKEFUCKs ja „nur“ dafür zuständig, Sachsen-Anhalt mit Lust und Laune aus den Federn zu schütteln und den Frühstücks-Kaffee zu servieren (lacht ein wenig), die Station-Voice – also ich – begleite die Hörer Tag und Nacht. Und das ist gar nicht so leicht, weil sich auch die Befindlichkeiten und Stimmungen der Menschen über den Tag durchaus verändern und das natürlich beim Sprechen auch bedacht und berücksichtigt werden muss. Die SAW-Nachrichten wollen anders präsentiert sein als zum Beispiel das „Erlebnis-Roulette“. Bei den Nachrichten erwarten die Hörer zu Recht sachliche, kompetente Information, beim Gewinnspiel Spaß und Spannung . . . Hier machen zum Beispiel auch Eure Producer, die Leute also, die im Hintergrund die ganzen Programm-Elemente „zusammenbasteln“, einen tollen Job - Grüße von hier aus an Alex & Co. und lieben Dank für die tolle Zusammenarbeit!

 

Frage:
Wie wird man denn so etwas? Wie war das bei Dir?

Dieter Brink, Stationvoice von radio SAW
Da brauchst Du Talent, ´ne Menge Ausdauer und natürlich auch Glück. Ich habe als „kleiner Stöpsel“ bereits gerne Leute imitiert. Mein „Mikrofon“ war damals der Griff von meinem Springseil. Und da ich mein Hobby -die Musik- sehr früh zu meinem Beruf gemacht und damals schon als Sänger gearbeitet habe, wusste ich recht schnell, wie man mit einem Mikro arbeiten muss, damit man am besten klingt.

Ich habe auch sehr frühzeitig selbst Hörspiele und Werbung produziert und so auch viele Schauspieler und Sprecher kennengelernt und selbst recorded. Der Zufall wollte es, dass ich dann Fritz Stavenhagen - ein wirklich toller Schauspieler - traf und der sagte mir, ich sollte es selber mal ausprobieren, denn ich hätte was Interessantes in der Stimme. Bei ihm habe ich einige Stunden Sprechunterricht genommen, der Rest ist dann viel Übung und Erfahrung.

Ach ja – Ende der 90er habe ich Ulli Schödel von „New Media Arts“, damals noch „Audio Arts“, kennengelernt. Das war eine total spannende Zeit, denn es kam ein Gerät auf den Markt, mit dem man Audio, also Sprache oder Musik, in sehr guter Qualität mittels zweier paralleler ISDN-Leitungen in Echtzeit übertragen konnte. Das heißt: die Sprecher mussten nicht mehr ins Aufnahmestudio fahren, um dort die Texte einzusprechen, sondern man konnte das „per Leitung“ erledigen.

 

Frage:
Du bist auch Sänger und Komponist. An welchen Projekten arbeitest du gerade?

Dieter Brink, Stationvoice von radio SAW
Viele Kids, aber auch deren Eltern kennen mich bestimmt von den „Ritter Rost Musicals“. Momentan singe ich wieder für die neue „Ritter Rost“-CD. Seit 1993 bin ich fest im Team und verkörpere dort die Rolle des „König Bleifuß“ aber auch noch weiterer Figuren. Auftritte mit dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks im „Circus Krone“ in München oder in der Deutschen Oper in Berlin, in der Tonhalle in Düsseldorf usw.

Aber auch auf großen Bühnen bei verschiedenen Jazz-Festivals fühle ich mich zu hause - das macht mir großen Spaß.

Neben meiner Sprechstimme dürften mich die meisten SAW-Hörer aber auch als Sänger des SAW-Station-Songs „Wer weckt euch wenn der Tag erwacht“ kennen, den ich 2012 zum 25sten Geburtstag von „radio SAW“ zusammen mit Ulli Schödel geschrieben, arrangiert und produziert habe. Momentan arbeite ich als Komponist mit einem Kollegen an Songs für den Sänger Frank Michael aus Frankreich. Last but not least: die Fans des 1.FC Magdeburg werden meine Stimme nicht nur aus dem Radio als Voice von „radio SAW“ kennen, denn mit Ulli habe ich auch den Fan-Song „FCM du bist mein Leben“ aufgenommen und live im Stadion performt.

 

Frage:
Du hast früher schon mit großen Stars zusammen gearbeitet, erzähl uns doch ein bisschen davon.

Dieter Brink, Stationvoice von radio SAW
Ich habe im Laufe der Zeit ´ne ganze Menge Schlager komponiert und arrangiert – kann ich ja jetzt erzählen, immerhin ist „Schlager“ ja mittlerweile salonfähig geworden. So also zum Beispiel für Mireille Mathieu, Al Martino - der dürfte vielen noch als Schauspieler aus dem Film „DER PATE“ bekannt sein, Frank Michael, Roland Kaiser, Ireen Sheer, Bernhard Brink, Manuela und viele weitere aus der Schlagerzunft.

Auch habe ich in verschiedenen Berliner Studios gearbeitet, unter anderem auch mit dem „Cantus-Chor“ sogar mal Gospel aufgenommen, und so weiter, und so weiter ...

An Michael Holm´s Album „Mal die Welt“ habe ich 2007 als Produzent und Arrangeur, Musiker und Sänger mitgearbeitet. Im Übrigen: Michael ist ein fantastischer und hoch professioneller Interpret und Künstler – nicht umsonst wurde er ja sogar bereits mehrfach in den USA für den „Grammy“ nominiert.

Sorry, aber das muss ich unbedingt auch noch nennen: Das „Dschungelcamp 2008“! Erst waren Bata Illic und Torwartlegende Eike Immel im „Dschungelcamp“ und anschließend in meinem Studio, wo wir dann „Wie ein Liebeslied“ aufgenommen haben. Der Song war mein kommerziell bisher größter Erfolg als Autor und ging in die „TOP 20“ der deutschen Verkaufscharts. Ein Jahr später wurde er in Frankreich gecovert und bekam dort dann sogar „Doppel-Platin“. Insider werden sich noch erinnern: Für den Videoclip wurde Michaela Schaffrath verpflichtet (lacht verschmitzt); das Video lief dann auch bei VIVA hoch und runter und zahlreiche TV- Teams waren bei mir im Studio und haben über die Aufnahmen berichtet.

 

Frage:
Deine Stimme ist seit vielen Jahren sehr, sehr beliebt und begehrt. Du arbeitest inzwischen auch als Werbesprecher?

Dieter Brink, Stationvoice von radio SAW
Im Grunde eher umgekehrt. Mein Start ins Künstlerleben begann mit der Musik, dann kam - sozusagen als „zweites Standbein“ - die Werbung dazu. So habe ich auch Ulli Schödel kennengelernt. Und Ulli wiederum, der „radio SAW“ ja quasi vom ersten Tag an begleitet, hat mich dann bei „radio SAW“ als „Station-Voice“ vorgeschlagen.

Die Probe-Takes müssen Mario A. Liese (Geschäftsführer von „radio SAW“, Anm.d.Red.) und Barbara Klabunde („radio SAW“-Programmdirektorin, Anm.d.Red.) so gut gefallen haben, dass sich eben daraus eine so intensive und über viele Jahre fortbestehende Zusammenarbeit entwickelt hat. Die Werbung war also eher „auf meinem Plan“ als die Arbeit als Station-Voice.

 

Frage:
Kannst du uns verraten, in welchen Radiokampagnen du schon „On Air“ zu hören warst?

Dieter Brink, Stationvoice von radio SAW
In der Branche heißt es ja unter vorgehaltener Hand gern: „Keine Namen, keine Adressen“, denn der heutige Mitbewerber des einen könnte schon morgen dein nächster Kunde sein ... Aber Spaß beiseite: In über 25 Jahren auf dem „Werbemarkt“ kommen da schon einige Kampagnen und mehrere tausend Spots für Radio und TV zusammen.

Vom „Knabber-Knusper-Müsli“ bis zum Hundefutter, vom Auto mit Löwen bis zu dem mit Stern, von der Motorkettensäge bis zum Wohlgeruch auf dem „stillen Örtchen“ - es ist alles dabei.

Viel Spaß machen mir auch immer wieder Kino-Trailer. 2018 habe ich in Österreich den „CREOS-Award“ für den besten Werbesong im (österreichischen) Radio gewonnen.

 

Frage:
Worin unterscheidet sich die Arbeit als Station Voice von der als Werbesprecher?

Dieter Brink, Stationvoice von radio SAW
In der Werbung gibt es im Wesentlichen zwei Rollen, die du einnehmen kannst beziehungsweise die du „spielen“ musst: Entweder stellst Du in einer Szene eine Figur dar, nehmen wir als Beispiel eine „Biene auf der Zuckerglasur einer Geburtstagstorte“ oder einen „verbeulten, einsamen Blecheimer an einer Tankstelle“, oder – die zweite Herausforderung - du vermittelst den Hörern die Kernbotschaft des Spots – das ist dann die Rolle des sogenannten „Off-Sprechers“. Werbung kann durchaus sehr anspruchsvoll sein; für mich stellt sie ganz ohne Zweifel eine Kunstform dar.

 

Frage:
Als „Station-Voice“ darfst du nichts spielen, du musst sofort erkennbar und authentisch sein.

Dieter Brink, Stationvoice von radio SAW
Ein „Station-Voice“-Sprecher, sorry: natürlich auch die Sprecherinnen (!), bringt seine ganze „personality“ ein und versucht, immer genau das richtige Gefühl zu treffen, was jeweils zum Thema, der Tageszeit und natürlich auch zum Musik-Format des Senders am besten passt. Die Aufgabe einer „Station-Voice“ ist es also letztendlich die Hörer in das Programm, quasi in das Radio hineinzuziehen und auf sympathische Art zu begleiten.

 

Frage:
Machst du auch Hörspiele?

Dieter Brink, Stationvoice von radio SAW
Ja sicher, und das auch sehr gern. „Radio Schrottland“ zum Beispiel - eine beliebte Hörspiel-CD-Serie für Kinder und Jugendliche, unter anderem prämiert mit dem „Leopold Preis“. Hier spreche ich auch unterschiedliche Rollen, sowie Werbeparodien. Wie schon gesagt „Ritter Rost“: hier als „König Bleifuß“, Gespenst, Vampir ,Bauchredner , Sportreporter, und noch weitere Rollen.

Und auch die Gamer sollten meine Stimme kennen, so zum Beispiel in der Hauptrolle des „Zolthan“ in THE WITCHER 2 und THE WITCHER 3. Letzteres war übrigens das erfolgreichste Spiel des Jahres 2016.

 

 

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